gegründet 1918 in Wittenberg

Bezirk Wuppertal

Wuppertal, heute eine Großstadt von etwa 380.000 Einwohnern, ist 1929 durch den Verwaltungszusammenschluß der Städte Barmen, Elberfeld, Ronsdorf und Cronenberg entstanden. Der Protestantismus spielt traditionell eine bedeutende Rolle. Neben den volkskirchlichen Gemeinden prägen verschiedene Freikirchen das religiöse Gesicht der Stadt; seit dem 19. Jahrhundert ist auch der Katholizismus wieder erstarkt. Die über Jahrhunderte hinweg prägende Textilindustrie hat heute an Bedeutung verloren; in ihr hatte neben einer religiösen Innerlichkeit der Sozialismus des 19.Jahrhunderts (Friedrich Engels stammte aus einer frommen Barmer Fabrikantenfamilie) seinen Wurzelboden. Im 20. Jahrhundert war Wuppertal ein Zentrum der Bekennenden Kirche, die 1934 in Barmen-Gemarke mit der Barmer Theologischen Erklärung ihr maßgebliches Bekenntnis verabschiedete. Aus der Tradition der Bekennenden Kirche kommt auch die 1935 gegründete - alsbald verbotene, dann illegal arbeitende und 1945 wiedereröffnete - Kirchliche Hochschule Wuppertal.

Die Luther-Gesellschaft ist seit vielen Jahren in Wuppertal präsent. Angesichts von religiöser Vielfalt und in einem auch hier zunehmend säkularen Umfeld geht es heute in der Bezirksarbeit darum, ohne konfessionelle Verhärtungen Kenntnisse über das Wirken des Reformators zu vermitteln, sein Werk bekannt zu machen und so zur Beschäftigung mit Fragen christlichen Lebens anzuregen. Dazu sollen sowohl kleinere Gesprächsabende zu Luthertexten dienen als auch Veranstaltungen für eine breitere Öffentlichkeit. Der Lutherfilm von 2003 hat dazu in besonderem Maße angeregt.

Die Bezirksgruppe wird geleitet von Professor Dr. Hellmut Zschoch, der an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal Kirchengeschichte lehrt.

Kontakt:

Prof. Dr. Hellmut Zschoch
Dietrich-Bonhoeffer-Weg 18
42285 Wuppertal

Telefon (0202) 282 01 70 oder 8 69 85
Telefax (0202) 47825441
E-Mail: zschoch@thzw.de

letzte Änderung: 24. September 2012